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27. April 2012, 11:40

Arztirrtum: Jugendlicher war vor vier Jahren hirntot erklärt worden

Großbritannien: Jetzt berichtet der junge Mann von seinem Überleben. Vier Spezialärzte

hatten ihn für hirntot erklärt, die Eltern waren auf Organspende angesprochen worden.

Inzwischen ist er kaufmännischer Lehrling und nur etwas körperbehindert.

London (kath.net/pl) Vier Spezialärzte hatten den damals siebzehnjährigen Steven

Thorpe (Foto) für „hirntot“ erklärt, seine Eltern wurden auf Organspende angesprochen.

Der englische Jugendliche überlebte nur deshalb, weil seine Eltern die Hoffnung nicht

aufgegeben hatten. Darüber berichtete die „Daily Mail“.

Bei einem Autounfall auf dem Schulweg im Jahr 2008 hatte der damals Siebzehnjährige

schwerste Verletzungen davongetragen. Der Schüler steuerte das Auto, als ein

freilaufendes Pferd vor das Auto lief. Sein Beifahrer wurde dabei getötet, er selbst erlitt

Verletzungen an Kopf, Gesicht und Arm und wurde zwei Tage später hirntod erklärt.

Thorpe erklärte jetzt der „Daily Mail“: „Die Ärzte sagten meinen Eltern, dass sie meine

lebenserhaltenden Maßnahmen einstellen wollten. Sie gebrauchten vor meinen Eltern die

Worte ‚Sie müssen anfangen, über Organspende nachzudenken‘. Ich glaube, das war es,

was meinem Vater Kraft gab. Er dachte: ‚Auf keinen Fall!‘. Sie glauben noch immer, dass

ich da war. Wenn sie an meinem Bett saßen hatten sie den Eindruck, dass ich da war und

dass ich auf manche Worte, die sie zu mir sagten, reagierte.“ Die Eltern weigerten sich,

die Erlaubnis zu geben, die Herz-Lungen-Maschine abzustellen und sie stellten den

Körper ihres Sohnes nicht für Organentnahme zur Verfügung. Statt dessen holten sie auf

Rat ihrer Hausärztin Dr. Julia Piper eine weitere Expertenmeinung ein. Ein Neurochirurg

fand tatsächlich schwache Zeichen von Hirnaktivität. Zwei Wochen später erwachte

Thorpe aus seinem Koma.

Jetzt nach vier Jahren, sagt der kaufmännische Lehrling der "Daily Mail": „Ich bin so

glücklich, dass meine Eltern das ‚Nein‘ nicht als Antwort akzeptiert haben“. Er halte es

für „sehr besorgniserregend, dass mich mehr als ein Spezialist aufgegeben hatte“.

Thorpe kann als Langzeitfolge des Unfalls den linken Arm nicht mehr benutzen und hat

mehrere gesichtsplastische Operationen hinter sich. Trotzdem verstehe er sein

Überleben als „eine vollständige Genesung“.

 

Artikel aus den Katholischen Nachrichten vom 27. April 2012

 

Im Internet aufrufbar unter: http://www.kath.net/detail.php?id=36293

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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